Longmont bereitet sich auf die Einführung fortschrittlicher Zähler vor – Stadt Longmont Direkt zum Inhalt

Die Stadt Longmont ist der Einführung ihres neuen fortschrittlichen Messsystems einen Schritt näher gekommen und hat einen Vertrag mit Landis+Gyr zur Unterstützung bei der Einführung der intelligenten Zähler der Stadt unterzeichnet.

Eine erweiterte Messinfrastruktur (AMI) erfasst den Energieverbrauch eines Haushalts oder Unternehmens genauer als herkömmliche Zähler. Anstatt einmal im Monat wird ein AMI-System stündlich für einige Sekunden abgelesen. Die Daten ermöglichen eine höhere Energieeffizienz, eine schnellere Reaktion auf Stromausfälle und eine einfachere Einbindung dezentraler Energiequellen wie Solaranlagen auf Dächern.

„Longmont arbeitet daran, mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Gleichzeitig ist es wichtig, die vorhandene Energie optimal und effizient zu nutzen“, sagte Dave Hornbacher, Geschäftsführer von Longmont Power & Communications. „Longmont entwickelt sich zu einer nachhaltigeren Gemeinde. Tools wie dieses unterstützen uns dabei, das Ziel einer zu 100 % auf erneuerbare Energien bezogenen Gemeinde bis 2030 zu erreichen. Wir bieten unseren Kunden mehr Informationen als je zuvor, um ihren Energieverbrauch zu steuern. Gleichzeitig erhöhen wir die Zuverlässigkeit eines Stromanbieters, der bereits zu den zuverlässigsten des Landes zählt.“

Die Installation von zunächst 500 Stromzählern beginnt im Frühjahr 2022 im Süden von Longmont in der Nähe des Longmont Service Centers (siehe Karte). Nach Abschluss dieser ersten Phase plant LPC, die neuen Zähler gegen Ende 2022 stadtweit einzuführen. Die Bauzeit beträgt etwa ein Jahr.

„Die Erweiterung des Stromnetzes um intelligente und kommunikationsfähige Technologien ist ein entscheidender erster Schritt für die Umstellung auf saubere Energiequellen und gleichzeitig für eine erschwingliche und zuverlässige Stromversorgung von Haushalten und Unternehmen“, sagte Jay Lasseter, Vice President of Industry and Growth bei Landis+Gyr. „Wir freuen uns darauf, die Netzmodernisierungsziele von Longmont Power & Communications mit fortschrittlichen Mess-, Netzwerk- und Datenmanagementsystemen zu unterstützen, die die Effizienz steigern und die Entwicklung neuer Dienstleistungen für Kunden fördern.“

Zu den neuen Funktionen, die im Laufe der nächsten drei Jahre schrittweise eingeführt werden, gehören unter anderem:

  • Stromausfallerkennung: Intelligente Zähler melden Stromausfälle innerhalb von Sekunden an die Betriebszentrale von LPC, sodass die Einsatzkräfte schneller mit der Wiederherstellung der Versorgung beginnen können.
  • Mögliche neue Tarifprogramme: Mithilfe der neuen Zähler könnte LPC niedrigere Tarife für den Verbrauch außerhalb der Spitzenzeiten anbieten, beispielsweise für Besitzer eines Elektrofahrzeugs, die ihr Auto über Nacht aufladen.
  • Reduzierung der Exkursionen: LPC wird die Stromversorgung in Sekundenschnelle herstellen und trennen können. Dadurch entfallen Hunderte von Fahrten, die derzeit für manuelles Ein- und Ausschalten erforderlich sind. Da die Elektriker nicht mehr vor Ort sein müssen, reduziert dies auch die Treibhausgasemissionen von Longmont.
  • Energiebewusstsein: Die Mitarbeiter von LPC können den Kunden dabei helfen, ihren Verbrauch stundengenau zu erkennen, sodass sie energieeffizientere Entscheidungen treffen können, als dies mit dem aktuellen Monatsbericht möglich wäre.

LPC schätzt, dass die Installation des Messsystems rund 14 Millionen US-Dollar kosten wird. Um die Kosten zu decken, wurden die Stromtarife in den Jahren 2020 und 2021 angepasst. Für den Bau des Systems wurden keine Steuergelder verwendet.

Landesweit werden ältere Handzähler schrittweise durch AMI ersetzt. Laut der US Energy Information Administration gab es im Jahr 2020 bei den US-amerikanischen Elektrizitätsversorgungsunternehmen fast 103 Millionen AMI-Installationen.
Kunden, die keinen neuen Zähler wünschen, haben während der Bauphase die Möglichkeit, sich abzumelden. Für die manuelle Ablesung fällt jedoch eine zusätzliche monatliche Gebühr an. Eine entsprechende Verordnung soll am 8. Februar vom Stadtrat beraten werden.

Die Karte der Phase 1 der AMI Advanced Metering-Technologie hebt die Gebiete im Süden von Longmont hervor, in denen AMI in Phase 1 implementiert wird.